Die arktische Gruppe D

Die arktische Gruppe D

In Gruppe D wird höchstwahrscheinlich einer der härtesten Fights um das Weiterkommen in die Play-off-Runde ausgetragen. Die Fußballweltautorität Argentinien und die frechen Isländer sorgen ganz sicher für ein Ballvergnügen der Sonderklasse. Dazu gesellen sich die immer interessant anzuschauenden Kroaten und mit Nigeria ein unberechenbarer Vertreter des Schwarzen Kontinents.

Gleich der Auftakt am 16. Juni im Spartak-Stadion in Moskau führt die beiden Antipoden zusammen: die Albiceleste, die Weiß-Himmelblauen, als eine der weltbesten Mannschaften per se und die Emporkömmlinge aus dem nördlichsten Nordeuropa, die 2016 bei der EM in Frankreich für Furore sorgten.

Argentinien

Die Südamerikaner hatten diesmal größte Mühe, das Ticket für die Weltmeisterschaft 2018 zu lösen, aber anders als Italien gelang es ihnen schließlich – nicht zuletzt dank einem Hattrick von Barcelona-Superstar Lionel Messi im letzten Qualifikationsspiel gegen Ecuador.

Der zweimalige Weltmeister (1978 und 1986) und Finalist der letzten WM in Brasilien (die Albiceleste unterlag damals im Endspiel Deutschland mit 0:1) träumt vom ganz großen Coup, denn seit Jahrzehnten fehlt jedes Mal der letzte entscheidende Schritt.

Island

Schaut man in die WM-Statistik der Isländer, steht überall eine dicke Null: keine Teilnahmen, kein einziges Spiel und damit auch kein Erfolg. Bis zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich waren die Nordlichter von der Gletscherinsel ein typischer Fußballzwerg, der bei allen Qualifikationen als bequemer Punktelieferant fungierte. Damit ist es nun vorbei. Bei der letzten EM schossen sie sich mit ihrem attraktiven Offensivstil, mit dem sie das Publikum zu Ovationen hinrissen, bis ins Viertelfinale, wo sie sich dem Gastgeber geschlagen geben mussten.

Die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland durchliefen die Isländer ausnehmend stabil und schlossen ihre Gruppe als Erster ab. Auf Platz zwei landete übrigens der kommende Gruppengegner Kroatien.

Kroatien

Die Kroaten sind eine solide europäische Truppe, die zwar nie zu den ganz großen Sternen greifen konnte, aber stabil im internationalen Wettbewerb mitmischt. Vier Mal nahmen die Karierten, benannt nach dem rot-weißen Schachbrettmuster ihrer Trikots, bisher an einer WM teil, wobei sie 1998 in Frankreich einen sensationellen dritten Platz erreichten. Zudem konnten sie 1996 und 2008 bei einer Europameisterschaft bis ins Viertelfinale gelangen.

Absoluter Star der Balkan-Mannschaft ist Luca Modrić von Real Madrid. Der inzwischen 32 Jahre alte Mittelfeldspieler steht seit 2006 fest im Kader der kroatischen Nationalelf und hat inzwischen 101 Spiele absolviert. Als aktuell einer der besten Spieler der Welt wird Modrić von den russischen Fußballfans mit Freude erwartet.

Nigeria

Mit den Super-Adlern aus Westafrika kommt eine der besten Mannschaften des Schwarzen Kontinents zur WM nach Russland. Der dreimalige Afrikameister und Olympiasieger von 1996 schaffte es dreimal (1994, 19998 und 2014) bis ins Viertelfinale einer Weltmeisterschaft.

Geführt werden die Super Eagles übrigens (erneut) von einem Deutschen: Gernot Rohr trainiert seit 2010 afrikanische Nationalteams und ist seit August 2016 Chef bei den Nigerianern. In diesem westafrikanischen Land hatte vor zehn Jahren übrigens der altbekannte Berti Vogts sein Trainerglück gesucht; er warf aber im Februar 2008 nach knapp einem Jahr das Handtuch.

[sb/russland.NEWS]

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