Hat England Angst vor Hooligan-Girlies bei der WM? [mit Video]

Hat England Angst vor Hooligan-Girlies bei der WM? [mit Video]Foto: Pixabay/StockSnap CC0 Creative Commons

Englands Antipathie der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland gegenüber scheint inzwischen zu einem Trauma geworden zu sein. War es Anfangs nur der überzogene Respekt vor männlichen Schlägertrupps, gesellt sich nun noch die nackte Angst vor organisierten russischen Amazonen hinzu.

In den britischen Medien ist von „barbarischen“ Banden russischer Mädchen die Rede, die in den Wald gehen, um sich darauf vorzubereiten die englischen Fans bei der WM zu vermöbeln. Das Boulevardblatt Express hat um ein im Netz kursierenden Video eine Horrorstory sondergleichen gestrickt. Im Wesentlichen dreht sich das Bildmaterial um eine Massenschlacht unter offensichtlich russischen Mädchen in einem verschneiten Wald.

Trotz der brachialen Gewalt, mit der die Mädels aufeinander eindreschen, erkennt man, das es sich um eine Art Training handelt. Gecoacht von männlichen Kollegen soll hier im Wald vermutlich so etwas wie eine Strategie entwickelt werden. Die beiden Grüppchen, die sich da ungehemmt verprügeln sind unschwer den Fan-Lagern von Zenit St. Petersburg und Spartak Moskau zuzuordnen. Weiter hat der Express herausgefunden, dass die russischen Ultras aufgrund ihrer gut strukturierten Organisation leicht im sozialen Netzwerk Vkontakte gefunden werden könnten.

Uncharmante „Miss Charme“

Dort habe man ohnehin längst allen Engländern den Krieg erklärt. Die englischen Fans sollten sich schon einmal im Fitness-Studio vorbereiten, wird ihnen da geraten. Der Express führte seine Leser schließlich in ein Frauenfußball-“Büro“ namens „Slawa“. Genüsslich wurde daraufhin die Geschichte von Olga Kuskowa, einer Cheerleaderin bei ZSKA Moskau, ausgeschlachtet, nachdem diese einen Wettbewerb bei der „Miss RFPL“ gewonnen hat.

Nachdem vermutet wurde, dass das Mädchen in Neonazi-Kreisen verkehrte, schlugen die britischen Medien zu.. Der Titel zur „Miss Charme“ wurde ihr wieder aberkannt. Auf Kuskowas Seite im sozialen Netzwerk hätten sich demnach Notizen und Fotos zu faschistischem und antisemitischem Gedankengut befunden, kolportierte der Express.

Kurz zuvor gab das russische Außenministerium eine offizielle Stellungnahme ab, in der es hieß, dass die westlichen Medien „eine groß angelegte Medienkampagne starten“ würden und nichts unversucht lassen werden, „Russland zu diskreditieren, um seine Glaubwürdigkeit als Gastgeber der Fußball-WM zu untergraben“. Die russischen Medien hingegen, äußern ihrerseits unverblümt die Vermutung, das ausgerechnet die Briten derart aktiv sind, weil sie es Russland nicht verzeihen könnten, dass man die WM an Englands statt austrage.

[mb/russland.NEWS]

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