Reaktionen zum Einzug der russischen Nationalmannschaft ins Viertelfinale der WM 2018

Reaktionen zum Einzug der russischen Nationalmannschaft ins Viertelfinale der WM 2018

„Wie das ganze Land beobachtete auch Wladimir Putin das Spiel von Anfang bis Ende und jubelte für uns. Schon vor dem Spiel rief der Präsident den Trainer an und wünschte Erfolg für das bevorstehende Spiel. Unmittelbar nach dem Ende des Spiels rief Putin erneut an und gratulierte Tschertschessow sowie dem gesamten Team für den eindrucksvollen Sieg. Der Trainer habe mit seiner Taktik das richtige Ergebnis erzielt. Und laut Putin sei das Wichtigste im Sport das Ergebnis. Und das Ergebnis ist der Sieg für unser Team“, zitiert Interfax den Pressesprecher des Staatschefs, Dmitri Peskow.

Die russischen Kosmonauten Oleg Artemiev und Sergei Prokopiev von der Internationalen Raumstation (ISS) gratulierten der russischen Nationalmannschaft ebenfalls. „Hurra! Russland hat das Viertelfinale der WM 2018 erreicht! Dies ist ein historischer Sieg! Herzlichen Glückwunsch an unsere Nationalmannschaft, alle Fans und das ganze Land!“, schrieb Artemiev auf Twitter.

Der russische Trainer Stanislav Tschertschessow war nach dem Spiel mehr als glücklich und vermutete, dass seine Mannschaft „noch nicht realisiert habe, was passiert sei.“ Die Mannschaft habe im Vorfeld ein schweres Spiel gegen die Spanier erwartet: „Wir haben bereits gegen die spanische Mannschaft gespielt. Wir wussten, was uns erwartet und wir wussten, wie man gegen sie spielt. Unsere Aufgabe war es, das Team auf ein solches Niveau zu bringen, um das Spiel gewinnen zu können. Einige Dinge sind misslungen, besonders weil am Ende die Kräfte schwanden.“

Der Trainer von Manchester United, Jose Mourinho, bescheinigte der Sbornaja einen unglaublichen Teamgeist. „Die Russen haben uns richtig überrascht. Obwohl wir zugeben mussten, dass sie mit jedem Spiel stärker wurden, hatten Kritiker nicht geglaubt, dass Russland das Achtelfinale überstehen werde. Aber sie haben es geschafft, sie zeigten einen unglaublichen Teamgeist“, zitierte RT Mourinho, der besonders die richtige Taktik von Trainer Tschertschessow lobte. „In der Defensive spielten sie sehr stark. Die Russen haben den Spanien die Initiative überlassen und erfolgreich verteidigt. Sie haben sich als Kämpfer bewiesen und in der Verlängerung gab es keine Zweifel, dass es ein Elfmeterschießen geben wird.“

„Jetzt kann alles passieren, alles. Die Spieler sind glücklich und fühlen, dass sie ihrem Land ein Riesengeschenk gemacht haben. Viele starke Teams sind bereits nach Hause gefahren. Die Russen müssen nicht mit einem klaren Favoriten spielen. Sie haben das Recht zu träumen und ihre Träume wahr werden zu lassen. Gegen Kroatien sei das Ticket für das Halbfinale möglich“, so Mourinho.

Der ehemalige Torhüter der dänischen Nationalmannschaft Peter Schmeichel und Europameister von 1992 meinte, dass der Torwart des russischen Teams ein Denkmal verdient habe. „Igor Akinfeev hat fantastisch gespielt. Akinfeev hatte immer den Ruf eines exzellenten Torhüters, der auch Elfmeter parieren könne. Gestern hat er es mit seiner Show bewiesen.“

Für Spaniens Mittelfeldspieler Andres Iniesta war es der „traurigste Tag seiner Karriere“. Nach dem Spiel gab er bekannt, dass dies sein letztes Spiel für die Nationalmannschaft Spaniens war. Diese wundervolle Zeit ist vorbei. Manchmal endet es nicht wie du träumst. Ich gehe mit einem bitteren Geschmack“, sagte der 34-Jährige, der für das spanische Team 131 Spiele bestritten hat und dabei 13 Tore erzielte.

König Philip VI von Spanien sprach nach dem Spiel mit Wladimir Putin und würdigte

dabei die Fähigkeiten und Spielperfektion der spanischen Mannschaft, räumte aber zugleich ein, dass die von den Trainern der Russen gewählte Taktik diesmal richtiger war.

Der russische Regisseur Nikita Michalkow verlieh dem Sieg im Achtelfinale gar eine göttliche Dimension. „Ich bin natürlich überzeugt, dass unser Sieg historisch ist. Aber es war kein zufälliger Sieg. Weil, wer an den Zufall glaubt, der glaubt nicht an Gott.“

[hub/russland.NEWS]

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