WM-2018: DFB-Präsident erwartet Fingerspitzengefühl

WM-2018: DFB-Präsident erwartet FingerspitzengefühlFoto: Pixabay/ASSY CC0 Creative Commons

Reinhard Grindel, der amtierende Präsident des Deutschen-Fußballbundes macht sich gerade auf einer Reise durch das diesjährige Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft kundig. Mit eigenen Augen will er sich davon überzeugen, was den Tross des DFB und seine mitreisenden Fans in Russland erwarten wird.

Noch bis Mittwoch hat der 53-Jährige Funktionär vor, sich vor Ort mit den russischen Offiziellen der WM austauschen, damit man auch in der Frankfurter Fußball-Zentrale gewiss sein kann, dass die Sicherheit aller garantiert ist. „Meine Bitte an die Veranstalter: Bei der WM 2018 die Balance zwischen notwendiger Sicherheit und Service für die Fans finden“, twitterte er sofort nach einem Treffen mit deutschen und russischen Fan-Vertretern in Moskau.

Fast möchte man den Eindruck gewinnen, dass sämtliche westlichen Vertreter, die auf die Animositäten Englands gegenüber Gastgeber Russland eingegangen sind, schlagartig von einer fragwürdigen Furcht befallen sind, dass ausgerechnet die Fußball-WM zum aggressiven politischen Kräftemessen werde. Nie wurde das Thema Sicherheit in Russland so in den Fokus gerückt, wie dieser Tage. Fuhr man noch arglos zum Konföderationen-Pokal im letzten Jahr, wähnt man sich heute in einem der gefährlichsten Ländern der Erde.

Selbstredend wird Grindel dieses Thema bei dem geplanten Treffen mit Alexej Sorokin, dem Leiter des Organisationskomitees der WM-Endrunde am morgigen Dienstag in Wolgograd auf den Tisch bringen. Da kommt es mehr als passend, dass der DFB-Präsident gemeinsam mit seinen russischen Kollegen einem „Friedensspiel“ zwischen den U18-Mannschaften Russlands und Deutschlands im St. Petersburger WM-Stadion beiwohnen wird.

Im Anschluss werden Grindel und die deutschen U18-Spieler die sechs Hektar große Kriegsgräberstätte Rossoschka bei Wolgograd besuchen, die an alle gefallenen und vermissten Soldaten beider Seiten erinnert. Das ist wahrscheinlich, bei der momentan angespannten Lage zwischen beiden Nationen, nicht der schlechteste Gedanke.

[mb/russland.NEWS]

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