WM-Blog – In St. Petersburg [Fotos, Videos]

WM-Blog – In St. Petersburg [Fotos, Videos]

Sankt Petersburg:

Gestern Abend der Pub war nicht unseres. Viel zu laute Musik, man konnte sich nicht unterhalten. Um noch mal auf Tour zu gehen, hatten wir keine Lust: Es war viel zu windig, eisig kalt und weil es total bewölkt war, gab es auch keine weiße Nacht.
Sankt Petersburg wurde 1703 erbaut, auf der ursprünglichen Haseninsel. Und zwar nach einem Sieg von Peter dem Großen gegen die Schweden. Ob er später ausgeschieden ist, wissen wir nicht.
Jedenfalls ist Sankt Petersburg auf Sumpf gebaut. Auswirkungen davon erlebt man heute immer noch, wenn man zum Beispiel die U-Bahn benutzt. Dazu muss man nämlich ganz tief in die Erde auf Rolltreppe hineinfahren (bis zu 90 Meter). Die U-Bahn musste eben auf festem Granit gebaut werden, der erst in großer Tiefe zu erreichen war.
Was uns im Hotel wieder bewusst wird: Es gibt in Russland kein Erdgeschoss – wenn du auf einer ebenen Fläche bist, bist du auf der „1“. Der erste Stock ist dann schon die „2“.
Ein großer Unterschied zu Deutschland: In Russland wird meistens sehr früh geheiratet, in der Regel um die 20.
In den Geschäften wird ab 22 Uhr kein Alkohol mehr verkauft. Zu sehen ist das an den Einkaufswagen, die den Weg zu den entsprechenden Regalen verbauen.

Eindrücke

Sankt Petersburg ist eine wunderschöne Stadt an der Newa. Viele Kanäle durchziehen die Stadt. Nachher geht es noch zu einer Bootstour, um uns einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten zu schaffen.
Anmerkung: Im Moment habe ich keinen Zugriff auf meine Foto-Mediathek, Mist.

Jetzt sind wir schon einen Tag weiter

Zum Schreiben komme ich derzeit leider kaum. Wir machen es jetzt wir die Asiaten: Hoppen von einem Event zum anderen.
Getroffen haben wir gestern unseren Freund Micha aus Nürnberg, der sich während der Fußball-WM in Sankt Petersburg aufhält, ebenfalls für russland.news schreibt und sich um die Fußball-WM-Seite kümmert. Nur so viel: Es begann ein vergnüglicher Tag!
Eines der besten Spiele der bisherigen WM (Japan – Belgien) haben wir im zweiten Stock eines kleinen Kebabladens verfolgt. Ein Aufenthalt im Freien wäre auch nicht möglich gewesen. Den ganzen Tag hat es geschüttet. Und so konnten wir auch live miterleben, warum in Sankt Petersburg an jedem Haus 200er-Fallrohre vom Dach auf die Straße führen. Anfangs von uns belächelt. Nachher wertgeschätzt.
Die Straßen waren zuweilen dermaßen mit Wasser zugeflutet, dass in Deutschland wohl das THW ausgerückt wäre.
Am Vorabend des Achtelfinal-Spiels Schweden gegen die Schweiz überkommt uns schon ein komisches Gefühl. Eigentlich würde ja unser deutsches Team hier spielen. So aber rücken immer mehr Schweizer und Schweden in Sankt Petersburg ein. Verkehrte Welt.

Bei der Bootstour schüttet es mal wieder wie aus allen Kübeln. Dieses Pärchen lässt sich die gute Laune aber nicht verderben.

Ansonsten werden wir nach Ende der Bootstour wohl vollkommen high sein, weil ein unglaublicher Dieselgeruch aus allen Poren des Kutters herauskriecht.

Auch wir haben gute Laune bei der Bootstour!

Museumsbesuch nicht von Erfolg gekrönt

Gestern liefen wir stundenlang, um ein bestimmtes Museum zu besuchen. Erschöpft und hungrig und durstig angekommen – unmittelbar neben dem deutschen Generalkonsulat – müssen wir enttäuscht feststellen, dass das Museum seine Arbeit eingestellt hat.
Jetzt wieder eine Rätselfrage an alle Leser des Blogs: Für welches besondere Ausstellungsstück war dieses Museum weltberühmt? Antworten bitte an die Redaktion von Russland.news.
redaktion@russland.news
Und noch eine Frage an alle Kunsthistoriker: Wo hängt das gesuchte Teil jetzt?

Morgendämmerung um 2.30 Uhr (Straßenbild Sankt Petersburg)

Morgendämmerung

Die Schweden beim warm-up in der Nacht vorm Achtelfinalspiel

Pub-Impression

„Shots“ aller Art sind in Russland sehr beliebt. Was ist mit blauen Luftballons im Kneipenviertel auf sich hat? Wir wissen es nicht. Oder besser: Wir wollen es gar nicht wissen. Jedenfalls waren sie sie bei den Russen mindestens genauso beliebt wie die Shots.

Micha wollte uns den illegalen Kaukasier-Markt („Apraxin“) zeigen, wo du alles Mögliche erhalten kannst. Wurde aber leider von der Regierung wohl kurz vor der Fußball-WM geräumt.

Die Vulkaninsel Metro sind in Sankt Petersburg noch länger, schneller und tiefer als in Moskau! Hier eine kurze Szene. Beim Vorbeischauen meint man immer, die Menschen stünden stets schräg nach hinten.

Rolltreppe zur Metro

Um ein Haar!

Tolle Straßenmusiker!

In einer Toilette hängt ein Plakat, das an ehemalige Fußball-Größen wie George Best und unseren Kaiser Franz Beckenbauer erinnert. Was Rod Stewart damit zu tun hat, wissen wir nicht.

Sehr beeindruckend, vom Äußeren wie im Inneren: die Isaak-Kathedrale.

Der Liter Benzin kostet umgerechnet 0,58 €. Damit kann man leben.
Begeistert sind wir von einer Taxi-App, die hervorragend funktioniert. Die App zeigt genau an, in wieviel Minuten das Fahrzeug kommt. Der Weg des Taxis lässt sich in der App auf einer Karte exakt mitverfolgen. Preise und Fahrzeiten werden gleich mit angezeigt. So können wir den vielen Taxifahrer, die einen Touristen übers Ohr hauen wollen, gleich die richtigen Preise entgegenhalten. Es gab schon Taxifahrer, die haben das 7-fache des üblichen Preises gefordert.

Höchst erstaunlich, dass es den Ort Sankt Petersburg im Jahr 1700 noch überhaupt nicht gab. Kein Stein stand da. Nur ein großes Fluss-Delta. Und heute hat die Stadt 5 Millionen Einwohner!

 

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